© 2016— Null Device

Sublimation – Elektrauma.de (german)

NuucSchön, dass es solche Bands wie Null Device gibt. Das Duo ist nämlich einer der löblichen Ausnahmen, die nicht wie andere Newcomer versuchen, mit dem jetzigen Future Pop Trend mitzuhalten. Ihre Devise heißt wohl: Wir machen, was uns gefällt. Und herausgekommen ist dabei das Album “Sublimation”. Das besondere an dieser CD ist die wunderbare Verknüpfung von alten und neuen Klang- und Musikstrukturen. Manchmal hat man das Gefühl, dass man wieder in die frühen 80er zurückversetzt wird, manchmal wird einem schlagartig klar, dass die aus Amerika stammende Gruppe den Bezug zur Gegenwart nicht verloren haben. So haben die Songs Einflüsse aus der New Romantic Epoche, ein Hauch Industrial und viel Trip Hop und Synth-Pop. Besonders die Stimme des Sängers trägt einen großen Teil an der Wiedererkennung der Gruppe bei. Sie ist geprägt von Melancholie, ähnlich eines Morrissey. Besonders Songs wie “How”, “Sacre Coeur” und “If only for a While”. Mit über 70 Minuten ist die CD wirklich randvoll gepackt. Es hätte aber doch auch ein bisschen weniger sein können. Manchmal hängt sie durch und man ist geneigt, ein Lied weiterzuspringen. Insgesamt kann man der Gruppe zu ihrem Debüt gratulieren. Fans von Wolfsheim oder Depeche Mode sollten doch mal ein Ohr riskieren.

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